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| Collie Augen Anomalie |
Text mit freundlicher Genehmigung von Christine Fischer
Mit bestem Dank!!!! |
Liebe Collie-Freunde
Die Collie Augen Anomalie - CEA und der Collie sowie der CEA-GEN-Test ist und wird immer mehr ein Thema, dem wir uns immer mehr widmen sollten. Hier könnt ihr viel wissenswertes über die Augenanomalie und deren Folgen nachlesen. Aber wie sollen wir in Zukunft damit umgehen? Bitte sendet mir Eure Meinung per Mail zu, damit ich diese hier Veröffentlichen kann. Aber auch ein Eintrag in unser Gästebuch wäre toll. Bitte scheut euch nicht, denn schliesslich geht es um unsere Collies!!!!
Auf unserer Züchterseite finden sie weiter gehende Informationen:
www.yvencollie.ch oder direkter Link Klick
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Was ist CEA?
"Collie Eye Anomaly" oder CEA ist eine erbliche Augenanomalie, die vor allem bei Collies und Shelties, aber auch bei Border Collies und verwandten Rassen wie Australian Shepherds auftritt. Befallene Hunde zeigen Veränderungen (Anomalien) der Netzhaut im Auge (Eye), die in verschiedenen Schweregraden ausgeprägt sein können, angefangen von leichten Fehlstellen der Netzhaut, von denen der Hund gar nichts merkt, bis hin zu vollständiger Netzhautablösung und Blutungen im Auge, die vollständige Blindheit des betroffenen Hundes bedeuten.
Das Besondere an CEA ist einerseits, dass sich der Schweregrad der Erkrankung im Laufe des Lebens nicht verändert, ein befallener Hund also nicht erst im Alter erblindet, wobei dies natürlich durch andere Krankheiten verursacht werden kann (PRA, Katarakt). Andererseits ist die mildeste Form der CEA, die sogenannte CRH (chorioretinale Hypoplasie), oft nur beim Welpen bis zum Alter von ca.9 Wochen erkennbar und wird dann durch Pigmenteinlagerungen im Auge überdeckt. Solche Hunde, deren CEA-Erkrankung im Erwachsenenalter durch eine Augenuntersuchung nicht mehr feststellbar ist, nennt man "go-normals". |
Erscheinungsformen der CEA (Schweregrade):
1. CRH = chorioretinale Hypoplasie . Das bedeutet, dass in einem bestimmten Bereich des Auges ein Teil der Netzhaut und der darunterliegenden Aderhaut fehlen. Diese Bereiche sind besonders gut bei Welpen bis zur 9. Lebenswoche zu erkennen, da bis zu diesem Zeitpunkt die Netzhaut noch nicht pigmentiert (= gefärbt) ist. Nach dieser Zeit ist bei einigen Hunden die CRH nicht mehr feststellbar, da das Pigment diese Stellen verdeckt. Das sind die sogenannten ,,go normals“.
Unerheblich, ob ,,go normal“ oder nicht, werden die betreffenden Hunde in ihrem Sehvermögen und damit in ihrer Lebensqualität nicht beeinflusst, da die Veränderungen in der Regel nur sehr kleine Netzhautbezirke betreffen.
2. Kolobom : Hierbei handelt es sich um eine mehr oder weniger großflächige Ausbuchtung der Netzhaut im Bereich des Sehnervenkopfes. Normalerweise wird auch durch ein Kolobom die Sehkraft nicht beeinträchtigt. In seltenen Fällen können die Ausbuchtungen allerdings große Teile der Netzhaut einnehmen, dann können sich Gesichtsfeldeinengungen ergeben.
3. Blutungen und Netzhautablösung : Dieses ist nun die schlimmste, aber zum Glück auch die seltenste Veränderung im Rahmen der Collie Augenanomalie. Auf Grund von Blutgefäßveränderungen in der Aderhaut kann es zu Blutungen hinter der Netzhaut und, als Folge dessen, zu Netzhautablösungen kommen. Diese Hunde sind blind und können Probleme mit dem Augeninnendruck und Entzündungen der Gefäßhaut bekommen.
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CRH (Grad1) |
Kolobom (Grad2) |
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Merlin mit neun Wochen
Hejko mit acht Wochen
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Welche Argumente gibt es nun für oder gegen eine CEA-Welpenuntersuchung?
Dagegen spricht :
-
6-8 Wochen alte, gerade erst geimpfte Welpen ohne belastbaren Impfschutz werden dem Infektionsrisiko in einer Tierklinik oder Tierarztpraxis ausgesetzt,
-
da es relativ wenige zugelassene Augenspezialisten gibt (Dortmunder Kreis), können die Fahrzeiten zur Untersuchung sehr lang sein und belasten die Welpen und Mutterhündin,
-
es entstehen zusätzliche Kosten (ca. 70DM pro Welpe) und zusätzlicher Arbeitsaufwand,
-
die Welpenkäufer sind an dem Ergebnis nicht interessiert und wollen die Kosten dafür nicht tragen,
-
nur wenige der Welpen sollen später züchterisch eingesetzt werden,
-
für die Zuchtzulassung ist eine Welpenuntersuchung nicht erforderlich, sondern nur für eine Zuchtempfehlung.
Dafür spricht :
- nur bei der Welpenuntersuchung im Alter von 6-8 (-11) Wochen können spätere "go-normals" zweifelsfrei erkannt werden,
- wenn alle Welpen eines Wurfes untersucht werden, ist die Wahrscheinlichkeit, die Eltern als CEA-Träger oder CEA-unverdächtig zu identifizieren, wesentlich größer als bei der Untersuchung von Einzeltieren,
- die Welpenkäufer können sachgerechter beraten werden,
- für CEA-Träger, die aus anderen Gründen züchterisch wertvoll sind, stehen mehr Zuchtpartner zur Verfügung, die aufgrund von zahlreichen Untersuchungen von Nachkommen als CEA-frei gelten können,
- durch gezielte Verpaarungen kann eine weitere Verbreitung der CEA beim Collie verhindert werden, bzw. deren Auftreten vermindert werden.
Die Augenuntersuchung aller Welpen jedes Wurfes sollte nach meiner Meinung Ehrensache jedes Collie-Züchters sein!!!!!!!
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| Der Augentest im Detail ......hoffentlich etwas verständlicher! |
Tabelle Yvonne Schweizer |
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erbliche Augenkrankheit |
Erklärung |
1 |
Membrana pupillaris persistens (MPP/PPM) |
angeborene, fehlende Rückbildung embryonaler Gefäßstrukturen im Bereich der Pupillenöffnung, evtl. mit Trübung der Linse u./od. Hornhaut
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2 |
Persistierende hyperplastische Tunica vasculosa lentis/ PHTVL/ PHPV |
Persistierende hyperplastische Tunica vasculosa lentis/Persistierendes hyperplastisches primäres Vitreum; Gruppe von angeborenen Mißbildungen, durch fehlende Rückbildung, bzw.Proliferation embryonaler Gefäßstrukturen der Linse bzw. des embryonalen Glaskörpers; versch. Schweregrade; Folge evtl. Linsentrübungen
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3 |
Katarakt (Grauer Star) (kongenital) |
Kongenital = angeboren, bei der Geburt vorhanden, ererbt
jede unphysiologische Trübung der Linse oder der Linsenkapsel unabhängig von der Ursache (erblich oder nicht erblich), dem Ausmaß (minimale Trübung oder vollständig getrübte Linse), oder dem Zeitpunkt des Auftretens (angeboren oder erworben). Jede Katarakt, ob ein oder beidseitig, wird als erblich (HC = Hereditäre Cataract) bedingt angesehen, sofern sich nicht eindeutige Hinweise auf eine andere Ursache (Verletzungen, Stoffwechselstörungen z.B. Diabetes mellitus, Entzündungen, MPP) ergeben.
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4 |
Retinadysplasie/ RD |
Retinadysplasie; angeborene Fehlentwicklung der Netzhaut; je nach Schweregrad in Form von Falten u. Rossetten (leichte, fokale Formen), bzw. Netzhautablösungen; schwere Dysplasieformen können Retina-degenerationen nach sich ziehen.
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5 |
Hypoplasie/ Mikropapille |
Hypoplasie= Unterentwicklung von Organen oder Organteilen
Mikropapille= angeborener, zu klein ausgebildeter Sehnervenkopf
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6 |
CEA (Collie Eye Anomaly) Collie-Augen-Anomalie |
Oberbegriff für eine Gruppe von angeborenen, rezessiv vererbten Entwicklungsstörungen des Augenhintergrundes. Die Beeinträchtigung des Sehvermögens variiert mit dem Schweregrad der Veränderungen; die Erkrankung schreitet im weiteren Leben i.d.R. nicht fort
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Grad 1 |
Chorioretinale Hypo(dys)plasie (CRH oder CRD) |
(CRH oder CRD) häufigste Veränderung der Collie-Augen-Anomalie; angeborene Unterentwicklung der Aderhaut in einem bestimmten Bereich des Augenhintergrundes; i.d.R. bilateral auftretend; geringgradige Formen können später überlagert werden > sog. "go normals"
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Grad 2 |
Kolobom |
angeborener spalt- oder grubenförmiger Defekt (allgemeine Bedeutung) Veränderung der Collie-Augen-Anomalie als angeborener grubenförmiger Defekt im Bereich des Sehnervenkopfes oder in dessen Umgebung
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Grad 3 |
Sonstige |
Siehe Text "Schweregrade"
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8 |
Dyspl. L. pectinatium (nur nach Gonioskopie) |
zirkuläres Gewebeband im Kammerwinkel > Beginn des Kammerwasserabflußsystems / Hohlräume des Lig.pect. als "Drainagesystem"
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11 |
Entropium/ Trichiasis |
Entropium= Einwärtsrollung des Lidrandes oder von Teilen davon zum Auge hin
Trichiasis= Körperhaare, die in normaler Position entspringen und durch Richtungsänderung (z.B. Nasenfalten) Kontakt zu Hornhaut u./o. Bindehaut bekommen und Irritation verursachen.
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12 |
Ektropium |
Auswärtsdrehung des Lidrandes (oft in Kombination mit Makroblepharon)
Makroblepharon = angeborene zu große Lidspalte (>40 mm), meist in Kombination mit Lidfehlstellungen (Entropium/Ektropium/Karoauge)
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13 |
Distichiasis/ Ektopische Zilie |
Distichiasis= aus dem Lidrand entspringende Haare (Wimpern beim Mensch)
Ektopische Zilie= ein Haar oder mehrere Haare, die durch die Lidbindehaut in Richtung Hornhaut wachsen u. i.d.R. deutliche Irritationen verursachen.
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14 |
Korneadystrophie |
Nichtentzündliche, oft durch Ablagerung von Lipidkristallen hervorgerufene Trübung der Hornhaut; erblicher Hintergrund bei versch. Rassen vermutet
Lipidkristalle= ? hat was mit Fett zu tun
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15 |
Katarakt (Grauer Star) (nicht-kongenital) |
nicht-kongenital = bei der Geburt nicht vorhanden (nicht manifest) siehe Punkt 3
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16 |
Linsenluxation |
Verlagerung der Linse aus ihrere normalen Position im Auge
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17 |
PRA |
Progressive Retina(Netzhaut) Atrophie; Gruppe von erblich bedingten Netzhauterkrankungen, die durch Dysplasien (Frühformen) oder Degenerationen (Spätformen) der Sehzellen (Photorezeptoren) zur Beeinträchtigung des Sehvermögens bzw. Erblindung führen
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der CEA-Gentest |
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Der CEA-Gentest eröffnet besonders in der Zucht von Leistungshunden völlig neue Möglichkeiten zum Umgang mit einer erblich bedingten Augenkrankheit, die, obgleich ihre Folgen für die betroffenen Hunde nur in seltenen Fällen gravierend sind, doch immer wieder zum Zuchtausschluss von Hunden geführt haben, deren sonstige Erbanlagen einen Gewinn für die Rasse bedeutet hätten.
Wie wird CEA vererbt?
CEA wird autosomal rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass ein befallener Hund - auch ein "go-normal" - je ein CEA-Gen von seinem Vater und seiner Mutter geerbt hat. Dieser Hund kann seinerseits nur das CEA-Gen weitergeben, da er ja über keine "gesunden" Gene verfügt. Wird er jedoch an einen gesunden (und auch genetisch CEA-freien) Hund angepaart - z.B. weil man ohne Welpenaugenuntersuchung nicht erkannt hatte, dass er "go-normal" ist - so sind alle Nachkommen aus dieser Verpaarung nicht befallen. Aber da sie von ihrem einen Elternteil das CEA-Gen geerbt haben, das alleine jedoch keine Auswirkungen hat - genau das bedeutet nämlich rezessiv -, können sie das CEA-Gen auch weitervererben, man bezeichnet sie daher als Träger. Werden nun zwei CEA-Träger, die man durch eine Augenuntersuchung ja NICHT identifizieren kann, miteinander verpaart, so kann es sein, dass die CEA-Gene der beiden Eltern aufeinander treffen und erneut CEA-befallene Welpen geboren werden. Dies ist nach statistischer Wahrscheinlichkeit bei 25% der Welpen aus einer Träger x Träger-Verpaarung der Fall, allerdings sind weitere 25% der Welpen frei und haben kein CEA-Gen geerbt, können also auch nur CEA-freie Nachkommen erzeugen. Die übrigen 50% der Welpen sind aber wieder CEA-Träger, die das Gen - oftmals unerkannt - weiter in der Population verbreiten.
Was bringt der Gentest?
Kurz gesagt kann man anhand des Gentest unterscheiden, ob ein Hund ein CEA-Träger ist oder nicht. Einen CEA-befallenen Hund zu untersuchen, wäre überflüssig, denn es ist nach dem oben gesagten ja klar, dass er über zwei CEA-Gene verfügen muss. Im Falle, dass ein Hund nicht als Welpe augenuntersucht wurde, kann der Gentest auch nachweisen, ob es sich eventuell um einen "go-normal" (mit zwei CEA-Genen) handelt.
Wie wird der Gentest durchgeführt?
Der CEA-Gentest wird seit Dezember 2004 von der Firma Optigen in den USA angeboten. Man muss eine Blutprobe des Hundes an das Labor in Ithaca oder an die niederländische "Zweigstelle" der Firma, VHL in Wageningen, schicken und erhält drei bis vier Wochen später das Ergebnis per Post oder Email mitgeteilt. Genaue Anweisungen zu Entnahme und Versand der Blutproben sind (auf Englisch) auf der Homepage der Firma http://www.optigen.com/ zu finden. Die Kosten betragen zurzeit 180$, allerdings gibt es 25% Rabatt, wenn man an einer sogenannten "20/20 clinic" teilnimmt (20 Proben müssen innerhalb eines vorher vereinbarten Zeitraums eingeschickt werden) und seine Testanforderung online tätigt. Ob der Test in absehbarer Zeit auch von nationalen Institutionen angeboten werden kann, hängt vom Verlauf des Patentierungsverfahrens ab. Die Adressen der Firmen in USA und NL lauten:
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Welche Bedeutung hat das Testergebnis? |
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Die Möglichkeit, CEA-Träger durch einen Gentest zu identifizieren, lässt naturgemäß sofort den Gedanken aufkeimen, durch Zuchtverbot für alle CEA-Träger diese Erbkrankheit innerhalb kurzer Zeit "ausrotten" zu können. Diese Vorstellung ist jedoch wenig realistisch, wie die Untersuchungsergebnisse aus den USA zeigen. |
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CEA-Häufigkeiten gemäß CERF Augenuntersuchung in den USA 1991 bis 1999 |
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Choroidal
Hypoplasia |
Kolobom |
Netzhautablösung |
Langhaar- und Kurzhaarcollie |
66.7% |
8.75% |
1.88% |
Border Collie |
2.12% |
0.57% |
0.06% |
Shetland Sheepdog - Sheltie |
0.39% |
0.79% |
0.05% |
Australian Shepherd |
0.22% |
0.27% |
0.13% |
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Für die Rassen Langhaar- und Kurzhaarcollie würde ein solches Zuchtverbot das komplette Aus bedeuten, denn das CEA-Gen ist in diesen Rassen so weit verbreitet, dass die wenigen CEA-freien Tiere aufgrund der rasant steigenden Inzuchtquote und den daraus resultierenden Degenerationserscheinungen die Rasse nicht am Leben erhalten könnten. Für den Border Collie in Deutschland kann vermutet werden, dass das CEA-Gen weniger stark vertreten ist, denn sonst würden wohl mehr CEA-Fälle bekannt werden. Allerdings liegen genauere Daten nicht vor bzw. sind nicht öffentlich verfügbar, obwohl im letzten Jahr erstmals Augenuntersuchungsergebnisse im "Club-Report" des Club für Britische Hütehunde veröffentlicht worden sind.
Vor diesem Hintergrund erscheint es - auch angesichts der nicht unbeträchtlichen Kosten - wenig realistisch, den Gentest verpflichtend für alle Zuchthunde machen zu wollen. Sicher würde es schon einen beträchtlichen Fortschritt bedeuten, wenn Hunde aus "Risikolinien" untersucht würden. Unter Risikolinien wäre dabei zu verstehen, dass erwiesene CEA-Fälle in der näheren Verwandtschaft aufgetreten sind; wie viele Generationen dabei berücksichtigt werden sollten, kann diskutiert werden. Darüber hinaus wäre es sicher sinnvoll, wenn züchterisch intensiv genutzte Hunde getestet würden, ob dies ab dem fünften oder schon ab dem dritten Wurf gelten soll, müsste ebenfalls abgewogen werden.
Ausblick
Der CEA-Gentest ist erst seit kurzer Zeit auf dem Markt, daher liegen noch keine Erkenntnisse vor, in welchem Umfang er Collie-Züchtern angenommen wird und wie die Ergebnisse züchterisch umgesetzt werden. Ebenso wenig ist bekannt, wie hoch ggf. die Fehlerquote ist und ob eher falsch positive (Freie Tiere werden als Träger ausgewiesen.) oder falsch negative (Träger werden als frei ausgewiesen.) Ergebnisse auftreten können. Auch wie die Zuchtverbände auf die veränderte Situation reagieren werden, ist im Moment nicht abzusehen. Letztendlich wird aber das Verantwortungsbewusstsein und Engagement jedes einzelnen Züchters darüber entscheiden, ob die Chancen, die der CEA-Gentest bietet, zum Wohle der Rasse genutzt werden. Je mehr Hündinnenbesitzer bei der Wahl des Deckrüden fordern, dass er gengetestet sein soll, und je mehr Deckrüdenbesitzer nach dem Gentestergebnis der zum Decken angemeldeten Hündin fragen, umso mehr Würfe wird es geben, für die aufgrund des Gentestes beider Eltern behauptet werden kann, dass sie genetisch CEA-frei sind. Auch auf diesem Wege kann die Anzahl der CEA-Träger innerhalb der Rasse und damit das Auftreten von CEA erheblich verringert werden, ohne das restriktive Maßnahmen ergriffen werden müssen.
Gentest-Ergebnisse Bordercollie, die von den jeweiligen Hundebesitzern zur Veröffentlichung freigegeben wurden, findet man inzwischen in verschiedenen Datenbanken:

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Die Vererbung der Collie Eye Anomalie (CEA) |
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Bedeutung der verwendeten Symbole:
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CEA-erkrankt |
CEA-Träger |
genetisch CEA-frei |
trägt die Erbanlagen :
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CEA CEA |
CEA frei |
frei frei |
Ob die Erbanlagen vom Vater oder der Mutter stammen, ist für deren Weitervererbung unwichtig.
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Diagramm 1
Rüde |
Hündin |

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CEA |
CEA |
CEA |
CEA |
|
Nachkommen |
100 % |

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CEA |
CEA |
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Diagramm 2
Rüde |
Hündin |

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frei |
frei |
frei |
frei |
|
Nachkommen |
100 % |

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frei |
frei |
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Diagramm 3
Rüde |
Hündin |

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CEA |
CEA |
frei |
frei |
|
Nachkommen |
100 % |

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CEA |
frei |
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Diagramm 4
Rüde |
Hündin |

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CEA |
frei |
frei |
frei |
|
Nachkommen |
50% |
50% |

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CEA |
frei |
frei |
frei |
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Diagramm 5
Rüde |
Hündin |

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CEA |
frei |
CEA |
CEA |
|
Nachkommen |
50% |
50% |

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CEA |
frei |
CEA |
CEA |
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Diagramm 6
Rüde |
Hündin |

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CEA frei |
CEA frei |
|
Nachkommen
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25 % |
50 % |
25 % |

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CEA CEA |
CEA frei |
frei frei |
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Diagramm 7
Was geschieht, wenn ich meinen Hund mit bestimmten anderen verpaare?
1. Elternteil |
2. Elternteil |
Nachkommen (prozentuale Wahrscheinlichkeiten) |

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100% |

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50% |
50% |

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100%  |
|

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50%  |
50%  |

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25% |
50%  |
25% 
|

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50%  |
50%  |
|

|

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100%  |

|
50%  |
50%  |

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100%  |
Diagramm 8
Welche Aussagekraft hat das Erebnis der CEA-Augenuntersuchung?
Untersuchungs-zeitpunkt |
Ergebnis |
Status |
vorhandene Erbanlagen |
mit 6-8 Wochen |
frei |
oder
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frei frei oder CEA frei |
nicht frei |

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CEA CEA |
mit 12 Monaten
oder später |
frei |
oder oder
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frei frei, CEA frei oder
CEA CEA (go-normal) |
nicht frei |

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CEA CEA |
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Konsequenz „Zurück in die Zukunft“ (Yvencollie) (1995)
Wenn wir uns Diagramm 8 anschauen kann kein Züchter mit ruhigem Gewissen sagen, dass seine Hunde zu den rund 25% Collies gehört die CEA frei oder Träger sind, ausser er hat sie einem GEN-Test unterzogen. Ein sinnvolles und vor allem von allen Züchtern akzeptables Vorgehen wäre, dass man vorerst, wie in den meisten umliegenden Länder, eine Toleranz einführt. Der CEA Befund Grad 1 wäre nicht mehr automatisch ein Zuchtausschluss, sondern würde auf dem Körschein festgehalten und für jeden Zuchthund veröffentlicht. Bei jedem Zuchttier wird durch einen zwingenden Gentest festgestellt ob er befallen, Träger oder frei ist. Das einschicken ins Gen-Labor könnet durch den Zuchtwart geschehen, dadurch kämen sicher alle in den Genuss des 25% Rabatt und es wäre für jeden Colliehalter problemlos möglich, den Test zu machen. Wenn man bedenkt, was dem Züchter ein Zuchthund während seiner über 10 Lebensjahre kostet, wäre ein Betrag von 135 $ verschwindend klein. Da der CEA Befund nicht mehr den Zuchtausschluss bedeutet, wird die ganze Zuchtpopulation erhalten (gemäss Gentest sind 77.3% befallen), durch eine gezielte Verpaarung kann nun der CEA-Defekt langsam aus der Collie-Population herausgezüchtet werden. Wenn nun dieses Vorgehen international von den Zuchtverbänden übernommen würde, wäre es sicher möglich, CEA langfristig aus der Rasse zu verbannen ohne dass man die langjährigen Zuchtbemühungen über den Haufen werfen müsste. Es könnten auch weiterhin hervorragende Zuchttiere im In- und Ausland gekauft und mit ihnen gezüchtet werden ohne dass ein „Makel“, welcher den Hund in keinem Fall behindert, zum Zuchtausschluss führen würde. Die Herausforderung CEA zu reduzieren oder ganz herauszuzüchten wäre sicher genügend Motivation für jeden seriösen Züchter, um diesen Makel mit der Zeit in der Colliezucht zu minimieren.
Wir hoffen, dass wir alle, welche diesen Bericht lesen, etwas zum Nachdenken veranlassen und dass durch ein pragmatisches Vorgehen die faszinierende Hunderasse der Kurz- und Langhaar Collies noch besser, gesünder und schöner wird.
Enzo Hueber und Yvonne Schweizer |
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Zurück in die Vergangenheit (22.1.2007)
Nachdem das neue Zuchtreglement (ZAR), an der ausserordentlichen Generalversammlung vom
19. März 2006, im Beisein von Dr. med. vet. Lauper Peter genehmigt wurde und gemäss seinen Angaben die SKG mit dessen Inhalte sehr gut leben kann, stellen wir fest, dass von der SKG vorgeschrieben, zwei massgebliche Artikel beigefügt resp. ergänzt wurden. (Abgeändertes ZAR)
Es sind dies:
Art 2242.3
Collies, auch Importhunde, welche erst nach der vollendeten 8. Lebenswoche auf CEA untersucht worden sind und ein CEA-AU-Attest negativ vorweisen können, gelten als Go-Normals. Ausgenommen sind die CEA-DNAneg. Hunde.
357.1 Paarungsvorschriften
a) Die Elternpaarung Go-Normal mal Go-Normal ist nicht gestattet.
b) Ein Go-Normal-Hund resp. CEA-pos. Hund darf nur mit einem CEA-AU-neg. (bis max. vollendete 8. Lebenswoche getestet, Art. 385) oder CEA-DNA-neg. Hund gepaart werden.
Beide Artikel sind unausgewogen, unvollständig und teilweise sachlich und inhaltlich falsch. Sie würden der Rasse sowohl von der Sicht des Genpools schaden, sowie die CEA-Problematik in keiner Art und Weise verbessern. Eine ausführliche Begründung liegt dem SCC vor.
Diese Regelungen, würde man sie mit Hilfe der Wurfstatistik des SCC auf die ersten 14 Würfe im Jahr 2006 umsetzen, würden wie folgt aussehen: (Als Grundlage dient die Vererbungslehre nach Mendel (Diagramm 7), d.h. dass sie der natürlichen Streuung dieser Lehre unterworfen sind und nicht absolute Resultat aus gibt sondern nur eine Annährung an die tatsächlichen Resultate.) |
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| Auswirkungen der Paarungsvorschrift |
Wurf 1 |
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Rüde A |
CEA - neg. 8 Wochen |

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HD A / A |
Hündin a |
CEA - neg. 8 Wochen |

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HD A / A |
8 Welpen |
CEA - neg. 9Wochen |
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Wurf 2 |
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Rüde B |
CEA - neg. 8 Wochen |

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HD A / A |
Hündin b |
CRH - frei |

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HD A / B |
4 Welpen |
CEA - pos. CRH 8 Wochen |
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Wurf 3 |
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|
Rüde C |
CEA - neg. 9 Wochen |

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HD A/A |
Hündin c |
CEA - neg. 8 Wochen |

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HD A/A |
6 Welpen |
CEA - neg. 8 Wochen |
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Wurf 4 |
|
|
|
Rüde D |
CEA - neg. 9 Wochen |

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HD A/A |
Hündin d |
CEA - neg. 8 Wochen |

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HD A/A |
3 Wepen |
CEA - neg. 8 Wochen |
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|
1 Welpe |
CEA - neg. 9 Wochen |
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Wurf 5 |
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|
Rüde E |
CEA - neg. 9 Wochen |

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HD A/A |
Hündin e |
CEA - neg. 8 Wochen |

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HD A/A |
5 Welpen |
CEA - neg. 8 Wochen |
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Wurf 6 |
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Rüde B |
CEA - neg. 8 Wochen |

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HD A/A |
Hündin f |
CEA - neg. 9 Wochen |

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HD A/A |
8 Welpen |
CEA - neg. 8 Wochen |
|
|
|
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Wurf 7 |
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|
|
Rüde C |
CEA - neg. 9 Wochen |

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HD A/A |
Hüdin g |
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HD A/A |
4 Welpen |
CEA - neg. 8 Wochen |
|
|
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Wurf 8 |
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Rüde F |
CRH - frei |

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HD A/A |
Hüdin h |
CEA - neg. 9 Wochen |
ungewiss
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HD A/B |
9 Welpen |
nicht kontrolliert |
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Wurf 9 |
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Rüde B |
CEA - neg. 8 Wochen |

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HD A/A |
Hündin i |
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HD A/A |
2 Welpen |
CEA - neg. 8 Wochen |
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|
6 Welpen |
CEA - pos. CRH 8 Wochen |
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Wurf 10 |
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Rüde G |
CEA - PRA - KAT. frei |

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HD A/A |
Hündin j |
CEA - neg. 10 Wochen |

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HD A/B |
4 Welpen |
CEA - neg 7 Wochen |
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2 Welpen |
CEA - pos. CRH 7 Wochen |
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Wurf 11 |
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Rüde B |
CEA - neg. 8 Wochen |

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HD A/A |
Hündin k |
CRH - frei |

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HD A/A |
6 Welpen |
CEA - pos. CRH 8 Wochen |
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Wurf 12 |
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Rüde H |
CEA - PRA - KAT. frei |

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HD B/B |
Hündin l |
CEA - neg. 8 Wochen |

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HD A/A |
4 Welpen |
CEA - neg. 8 Wochen |
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4 Welpen |
CEA - pos. CRH 8 Wochen |
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Wurf 13 |
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Rüde I |
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Hündin m |
CRH - frei |

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HD B/B |
2 Welpen |
CEA - pos. CRH 8 Wochen |
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Wurf 14 |
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|
Rüde F |
CRH - frei |

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HD A/A |
Hündin n |
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HD A/A |
8 Welpen |
CEA - pos. CRH 8 Wochen |
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Gesamtauswertung 2006 gemäss SCC Statistik (gemäss Mendel)
Frei |
Träger |
Befallen |
Ungewiss |
Rüden |
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A C 2x D E  |
G H  |
B 4x F 2x I  |
|
Hündinnen |
|
|
|
a c d e f g  |
i i l  |
b k m n  |
h  |
- Von 9 Zuchtrüden sind 5 befallen oder Träger 55 %
- Von 14 Zuchthündinnen sind 8 befallen oder Träger 57 %
- Von 14 Verpaarungen könnten 9 nicht mehr durchgeführt werden 64%
- Von 82 Welpen kommen 51 aus Verpaarungen, die nicht mehr gemacht werden dürften und 35 aus erlaubten Verpaarungen. Das wären 60% weniger Welpen.
Zuchttiere bei welchen der ganze Wurf befallen ist also beide befallen sind:
Rüde B - Rüde F - Rüde I
Hündin b - Hündin k - Hündin m - Hündin n - Hündin h ungewiss
Ist das verantwortbar? Wir glauben nicht und hoffen auf eine breite Ablehnung und Zurückweisung seitens der SCC-Generalversammlung, da es dem wichtigsten Artikel für die Züchteretik des SCC widerspricht:
- Ziel ist die Reinzucht des standardgemässen Typus des Lang- und Kurzhaar-Collies. Angestrebt wird dabei die Erhaltung und Verbesserung der Qualität von Wesen und Gesundheit. Das Wohl der Rasse und der Hunde soll für jeden Züchter und den SCC Priorität haben.
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Vorschlag von YVEN-Collie für ein Zuchtmodell zur Verbesserung des CEA-Status beim Collie
Wie wir an der Züchter- und Haltertagung des SCC im Vortrag von Herr
PD Dr. Claude Schelling
(Institut für Naturwissenschaften
ETH - Zentrum Zürich) gehört haben, ist eine Verbesserung der CEA nur langfristig möglich. Sie muss durch eine ausgewogene Regelung geschehen, welche es erlaubt, einerseits die Zuchtpopulation (Genpool) möglichst gross zu halten und gleichzeitig den CEA-Status zu verbessern.
Wir schlagen deshalb folgendes Modell vor, welches diese beiden Forderungen erfüllt und der schweizerischen Colliezucht erlaubt, Pionierarbeit in Sachen CEA beim Collie zu leisten.
- Massnahme
Der SCC verlang einen DNA-Test aller Zuchttiere vor dem nächsten Deckakt. An diesem Test beteiligt er sich mit Sfr. 150.-- bekommt dafür auch alle Daten der Tests. Das Testresultat wird bei jedem Zuchttier veröffentlicht und ist Bestandteil der Körunterlagen.
- Massnahme
Alle Welpen, welche aus Würfen hervorgehen, bei welchen Zuchttiere einen unbekannten DNA-Status, Träger oder Freie Tiere beteiligt sind, müssen DNA-getestet werden auch hier beteiligt sich der SCC mit einem Betrag von SFR. 150.-- der Kosten. Bei Zuchttieren mit unbekannten DNA-Status wird gemäss Vererbungslehre festgelegt wie oft diese Massnahme sinnvoll ist. Es wird dann eine interne Liste erstellt, welche den Züchtern zugänglich gemacht wird.
- Massnahme
Bei Würfen, bei welchen beide Elterntiere befallen sind erübrigt sich der Welpentest. Der Züchter bezahlt jedoch Sfr. 100.-- pro Welpe an den SCC. Dieses Geld ist Zweckgebunden und darf nur für die Zuchtwertschatzung und die Entschädigung der DNA-Tests verwendet werden.
- Massnahme
Für männliche CEA-Freie und Träger- Zuchtiere, werden die maxmalen Deckeinsätze zusammen mit Hr. Dr. Schelling festgelegt, so dass keine "Stars" den Inzuchtfaktor (oder Inzuchtkoeffizienten) und somit den Genpool verschlechtern.
- Massnahme
Für die Ankörung muss ich Zukunft der DNA-Test vorgelegt werden. Bei befallen Tieren muss zusätzlich ein medizinischer Augentest vorgelegt werden welcher den Schweregrad des CEA-Befalls des Zuchttieres ausweist.
- Massnahme
Diese Massnahmen ersetzen alle Einschränkungen der Zucht mit CRH-Befallenen Zuchttieren. Sie können uneingeschränkt verpaart werden.
- Massnahme
Dieses Modell wird vorerst für einen Zeitraum von 10 Jahren festgelegt, wird laufenden überprüft. Der SCC erstellt nach 5 Jahren einen umfassenden Zwischenbericht.
- Massnahme
Der SCC verpflichtet sich bis zur GV 2008 ein Zuchtprogramm mit Zuchtwertschatzung gemeinsam mit externen Beratern (z.B. Schelling, Schiller, Beuing usw) zu planen, auszuarbeiten und nach Genehmigung durch die GV08 einzuführen.
Wir denken, dass durch ein solches Vorgehen die Rasse Collie gefördert und verbessert werden kann, unter Wahrung des bestehenden Genpools. Es wird sich auch zeigen, ob und wie weit der CEA-Status verbessert werden kann, ohne dass der Rasse Collie unwiederbringliche Schäden zugefügt werden.
Enzo Hueber und Yvonne Schweizer
of Yven Collies |
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